| MZ - Bericht: Derbykracher im Pokal wird gleich zum ersten Härtetest |
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VON THOMAS SCHAARSCHMIDT
WOLFEN/MZ. Die Pokalauslosung? "Dazu fällt mir nur ein Wort ein", lächelt Udo Pawelczyk: "Sensationell." Für den Präsidenten von Verbandsligist Grün-Weiß Wolfen bedeutet das Landespokal-Erstrundenduell gegen den Lokalrivalen Union Sandersdorf "den idealen Einstieg in das neue Fußballjahr". Man wisse zwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, wo man stehe, "doch das gilt ja für beide Mannschaften". Nicht zuletzt deshalb überwiege die Vorfreude. Der Club überlegt, das für den 31. Juli - einen Sonnabend - angesetzte Derby im Jahnstadion auf den Freitagabend vorzuziehen. "Aber da werden wir uns zuvor mit Thalheim abstimmen, damit deren Partie gegen Piesteritz nicht zeitgleich läuft."
Wohin dribbeln Nico Scherz und der FC Grün-Weiß Wolfen? [...] (FOTO: ANDRÈ KEHRER)Und so bleiben dem Club, der am kommenden Montag seinen Trainingsstart vollziehen wird, gerade einmal fünf Wochen Vorbereitungszeit, bevor der neue Trainer Alexander Janke sein erstes Derby spielen muss. Janke, als Nachfolger von Torsten Rennert verpflichtet, steht vor der Aufgabe, den personellen Umbruch der Zukunft zu moderieren, auch wenn der zunächst nicht gravierend sein soll. "Aber die Karten innerhalb der Mannschaft werden neu gemischt", meint der 33-Jährige, der in Wolfen in Personalunion zunächst auch die A-Junioren betreuen soll. Die scheiterten zwar [...] auch im zweiten Relegationsspiel zur Regionalliga mit 0:6 in Frankfurt, trotzdem aber ruhen große Hoffnungen auf dem Nachwuchs.
Drei A-Jugendliche ins Team
"Wir werden zunächst drei starke A-Jugendliche in den Männerkader übernehmen", sagt Aufsichtsratsmitglied Uwe Witzcak. Die Doppelfunktion von Alexander Janke hält Witzcak für sinnvoll. "Natürlich hat das auch wirtschaftliche Gründe, aber auf der anderen Seite kann uns so gerade zum Start der Saison die Verzahnung gut gelingen." Janke, diplomierter Sportlehrer, sieht weitere Vorteile: "Ich kann die Trainingsinhalte besser verknüpfen und durchsetzen und die Informationswege sind kurz."
[...] "Wir sind in unseren Planungen drei bis vier Wochen dem Vorjahr voraus", so Uwe Witczak, der mit seinen Aufsichtsratskollegen in den vergangenen Wochen ein neues Leitbild und eine neue Struktur für den Verein entworfen hat.
Viele Vereine könnten aufsteigen
In dem ist auch die Rede von einer Rückkehr in die Oberliga: In den nächsten drei Jahren soll dies ein realistisches Ziel werden. Der neue Trainer aber stapelt noch tief. "Prinzipiell bin ich der Auffassung, dass bei einer geänderten Belastungssteuerung und Bündelung interner Faktoren zehn Mannschaften dieser Verbandsliga aufsteigen könnten", so Janke, "worunter sicherlich auch der Verein Grün-Weiß Wolfen einzuordnen ist." Doch zunächst müsse man mit der Mannschaft arbeiten, um die Situation richtig einschätzen zu können. "Für eine gezielte Prognose hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Entwicklungspotentialen benötigt man Daten, die ich zum derzeitigen Moment nicht noch habe."
Und so wird es noch einige Zeit dauern, bis die neuen Puzzlestücke des FC Grün-Weiß ein klares Bild ergeben. Wie gut, dass schon Ende Juli gegen Sandersdorf Farbe bekannt werden muss.
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